Infomationen

Unter den rund 4000 verschiedenen Biertypen, die in Bayern produziert werden, befinden sich auch die so genannten „Kommunbraubiere“, welche mit einer jahrhundertealten Tradition in Kommunbrauhäusern hergestellt werden.
Ein Beispiel dafür ist der Zoigl, der heute in nur mehr wenigen Orten der Oberpfalz gebraut wird. War das Kommunbraurecht anfangs die Grundlage dafür, das gebraute Bier zu verkaufen, so ist es heute nur noch ein Sonderrecht, das sich meist von Ort zu Ort verschieden entwickelt hat. In Windischeschenbach wird diese Tradition, die dort seit dem 15. Jahrhundert besteht, bis heute weitergeführt und erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Der Zoigl ist ein ungefiltertes und untergäriges Bier mit hohem Hefeanteil. Den Stammwürze- und Alkoholgehalt dieses Bieres kann man mit einem Brauereibier vergleichen, jedoch wird dem Zoigl fast keine Kohlensäure zugesetzt.

Nach jahrhundertealter Tradition (an manchen Orten seit dem 13. Jahrhundert) wird das Zoiglbier in der nördlichen Oberpfalz in Kommunbrauhäusern hergestellt. Dazu wird zunächst Malz mit Wasser eingemaischt und über einem Holzfeuer in der Sudpfanne gekocht. Daraufhin wird der Hopfen zugegeben und noch einmal erhitzt. Zum Auskühlen wird dieser Sud für eine Nacht ins Kühlschiff gepumpt und anschließend zum jeweiligen Zoiglwirt in einem großen Fuhrfass mit Hilfe eines Traktors gebracht. Im hauseigenen Gärbottich wird er nun acht bis zehn Tage zusammen mit Hefe gelagert und vergoren. Nach der Gärung kommt der nun fast fertige Zoigl in den Lagertank oder in Fässer, in denen er bis zum Ausschank noch einige Wochen reifen muss. Obwohl jeder Zoiglwirt nach diesem Verfahren braut, unterscheiden sich die einzelnen Zoiglbiere in ihrem Geschmack. Das liegt zum einen an der unterschiedlichen Dosierung von Hopfen, Malz und Hefe der einzelnen Kommunbrauer, zum anderen aber auch an der jeweiligen Lagerzeit.
 
Früher dauerte der Bierausschank eines Zoiglwirtes solange, bis sein ganzes Bier ausgetrunken wurde, ehe der Nächste ausschenken durfte. Das war meistens ein Zeitraum von zwei bis vier Wochen. Da das Bier aber durch moderne Lager- und Kühlanlagen heute nicht mehr sofort verbraucht werden muss, wechseln sich die Wirte eines Ortes von Wochenende zu Wochenende mit dem Ausschenken ab.  

Im Mai 2003 wurde die Zoiglstube „Beim Gloser“ eröffnet.
Seitdem kann man einmal im Monat das süffige Zoiglbier,
die hausgemachten Brotzeiten und die gemütliche Atmosphäre
genießen.
Der schöne Biergarten ist auch im Sommer ein beliebtes
Ausflugsziel für Radfahrer und Wanderer und lädt zum
Verweilen ein.


Auf Ihren Besuch freut sich die Familie Popp




Weitere Informationen über Zoigl, Windischeschenbach
und seine Umgebung


www.zoiglbier.de
www.windischeschenbach.de
www.oberpfaelzerwald.de
www.zoiglshirt.de



Information in English
www.whitebeertravels.co.uk/zoigl.html